Mittelalterliche Domstadt - Halberstadt

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Mittelalterliche Domstadt

Halberstadt             Tor zum Harz

Halberstadt ist eine sehr schöne mittelalterliche Stadt im nördlichen Harzvorland.
Am 8.April 1945 wurde die Stadt zu 80% durch amerikanische Bomber zum Ende
des 2.Weltkrieges zerstört.
15 Jahre dauerte die grobe Trümmer Bereinigung bei denen die Halberstädter
Trümmerfrauen    
großen Anteil hatten. Unter der damaligen Ostregierung
ging der Wiederaufbau nur schleppend voran. Der SED Staat hatte kein Geld und kein
Interesse die alten Fachwerkbauten zu erhalten und wieder aufzubauen.
Die Erneuerung der Stadt ging wegen einer desolaten Planwirtschaft
im sozialistischen Alltag unter.
Das neue Halberstadt entsteht

Zum Teil wurde das Stadtzentrum saniert und unschön nachgebildet. Die ersten Neubauwohnungen enstanden.
In der Innenstadt wurden neue Geschäfte gebaut und die alten zerstörten Ruinen-Lücken geschlossen.

       
Der alte Holzmarktbrunnen wurde einfach zum Fischmarkt Brunnen. Man baute ihn am nicht bebauten Holzmarkt ab
restaurierte ihn halbwegs und baute ihn auf den Fischmarkt wieder auf.
Auch ein Provisorium war die Verkleidung des Halberstädter Bahnhofs. Das war alles "Made in DDR".

   
Gaststätten wie hier die Grundsteinlegung und Fertigstellung des "Haus des Friedens" 1955 entstanden.
Als die Bevölkerungszahlen wieder anstiegen kamen die Plattenbauten ins Spiel.
Jeder wollte gern eine neue "Platte" haben. Für die Bevölkerung reichten die neuen Wohnungen jedoch nicht aus.
Nur wer gut mit dem Staat konnte und Linientreu war bekam schneller ein neues Zuhause.
Kindergärten und Kinderkrippen entstanden für unsere kleinen Mitbürger. In den 70er Jahren gab es einen Bebauungsplan
der nie in die Realitätumgesetzt wurde. Erst mit der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten kamen Investoren aus den Westen
und finanzierten den Neuaufbau der Stadt. Bis Heute ist man noch damit beschäftigt die Altlasten zu beseitigen.
Die Stadtväter haben es bis heute nicht geschafft die Stadt Halberstadt wieder im alten Glanz erscheinen zu lassen.

  Das alte Klubhauswird jetzt nach 33 Jahren Deutscher Einheit abgerissen.
Auch das alte Einrichtungshaus in der Kühlinger Straße wird jetzt abgerissen. Danke ihr Stadtherren für diese grandiose Leistung.

     

Die Rückkehr in die Heimat

Heute nach 3 Jahren Rückkehr in die Heimat muss ich feststellen das sich viel verändert hat.
Das wusste ich,denn man war ja oft zu Besuch hier. Vieles hat sich zum Guten verändert.
Aber auf der anderen Seite möchte ich sagen ist die Zeit hier teilweise stehengeblieben.
Natürlich kommt es immer darauf an aus welchem Blickwinkel man es betrachtet. Es leben hier sehr viele ältere Menschen
in Halberstadt da die Jüngeren nach Niedersachsen oder in andere Bundesländer wegen der Arbeit umgesiedelt sind.
Eine gewisse Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit ist zu spüren wie früher.
In Halberstadt spürt man kaum noch einen Hauch von Solidarität und Freundlichkeit von einst das ist alles Geschichte.
Es wurde die Innenstadt sehr schön wieder aufgebaut auch die Unterstadt wurde sehr schön restauriert und saniert.

     
Die alten Fachwerkbauten strahlen im neuen Glanz.
Die Voigtei die Gröperstraße das Westendorf der Grudenberg die Bakenstraße die Dominikanerstraße der Lichtengraben.
 
  Ein neues Einkaufszentrum wo früher das Bekleidungshaus Peters und Büttners Kaffee gestanden haben. Viele Supermärkte und Autohäuser wurden gebaut. Nicht zu vergessen der Bahnhof der jetzt Hauptbahnhof ist da der alte Busbahnhof am Heineplatz geschlossen wurde. Dann gibt es auch die Kehrseite vom Schönen.
Das alte Klubhaus wird jetzt nach fast 35 Jahren Deutsche Einheit abgerissen.
 
    Das alte Möbelhaus muss jetzt der Abrissbirne weichen.
Vor dem alten Eingang am Theater steht seit Jahren ein unfertiges Gebäude. Die alten Plattenbauten die überall verteilt sind stehen
immer noch. Die Straßen sind teilweise noch wie zu DDR Zeiten.Die Fußwege eine Katastrophe. Was haben unsere Stadtväter eigentlich
die ganzen Jahre gemacht ? Die soziale Versorgung mit Ärzten oder Krankenhauseinrichtungen ist unzureichend.
Die Qualität lässt zu wünschen übrig. Nur von Autohäuser und Supermärkten erhält man kein schönes Stadtbild.
Das zieht keine Touristen an und Halberstadt hängt wie Früher hinterher.
Ein großer Lichtblick und eine Sensation ist die Ansiedlung von Daimler Truck Holding AG. Das wird ein Vorzeigeobjekt auf das viele Städte
im Harz und Sachsen-Anhalt neidisch sind. Das schaft Arbeitsplätze und eventuell kommen ehemalige Halberstädter deswegen zurück.
 
     
Lost Places
Auch in Halberstadt gibt es die "Lost Places" Ecken.
Sie zeigen einen gewissen Charm und Charakter der Vergangenheit auf.
Eindrücke und Erinnerungen werden wach an eine in jungen Jahren erlebte Zeit.
Teils wurden die Gebäude restauriert um so einen Zerfall oder Abriss zu verhindern.
Das alles sind Zeitzeugen der Geschichte und Teil unseres Lebens.
Die Elektrische

Die "Elektrische" in Halberstadt ist einfach Geschichte und Tradition
die einfach dazu gehört wie die Brockenbahn zu Wernigerode.
Schon 1887 fuhr eine Pferdebahn durch die Stadt.
Ab 1903 fuhr die Bahn elektrisch woraus der obige Name abgeleitet wurde.
Im Jahr 2009 hatte die Bahn 6 Linien mit 23,3 km Streckenlänge.
Der 1. Weltkrieg und die Wirtschaftskriese führten zu Umänderungen.
1924 gab es nur noch eine Linie vom Bahnhof zum Fischmarkt.
1925 wurde wieder auf drei Linien gefahren.
1945 kam durch den 2.Weltkrieg der Straßenbahnverkehr völlig zum erliegen.
Im August fuhr die Bahn schon wieder auf einer Strecke.
Im Folgejahr war bis auf die Linie zur Klus alles wieder hergestellt.
Heute fährt die Bahn nur noch auf zwei umstrukturierten Strecken.
Ob es in der Zukunft für die Elektrische weiter geht werden wir sehen.
Weiter unten habe ich einige Bilder zur Straßenbahn in Halberstadt zusammen gestellt.
Halberstadt Stadtansicht
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